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Zu zweit gebaut
Wie ein Berater ohne Entwicklerteam in vier Monaten 28 Anwendungen baute. Mit jeder Zahl, jedem Umweg und dem, was davon geblieben ist.
Szene mit KI erzeugt, Cover im Original
Am 14. März 2026 mietete ich einen Server für unter zehn Euro im Monat und wollte eine Stunde lang ausprobieren, was ein KI-Agent kann. Sechzehn Stunden später lief meine erste Anwendung im Netz. Vier Monate später waren es achtundzwanzig.
Was ich damals nicht wusste: Mein Rechner schrieb mit. 2.786 Anweisungen, jede mit Datum und Uhrzeit auf die Sekunde. Als ich die Datei fand, war daraus etwas geworden, das man selten hat — eine lückenlose Aufzeichnung einer Lernkurve einschließlich aller Umwege. Und die Unmöglichkeit, mir irgendetwas schönzurechnen.
Dieses Buch ist die Auswertung. Es enthält auch, was in solchen Büchern sonst fehlt: acht Tage ohne Datensicherung, vier Zugangsschlüssel im Klartext, sechs von acht Projekten wieder gelöscht.
Was drinsteht
- Ich wollte nur kurz nachsehen
- Acht Projekte in siebzehn Tagen
- Läuft ist nicht funktioniert
- Und wenn morgen alles weg ist?
- Sieben Cent
- Umweg über Europa
- Sechs Projekte, gelöscht
- Wofür eigentlich?
- Regeln für jemanden, der alles vergisst
- Zwei Welten
- Arbeit abgeben
- Fremde Werkzeuge anschließen
- Das erste Kundensystem
- Die Rechnung
- Wo die Maschine aufhört
Drei Fragen, die das Buch beantwortet
Was kostet ein KI-Projekt im Mittelstand wirklich?
Kapitel 14 rechnet jeden Posten auf: 191 Stunden Arbeitszeit, rund 560 Euro über viereinhalb Monate, verteilt auf dreißig Vorhaben. Vier Fünftel der Kosten entfielen auf ein einziges Abonnement — nicht auf den Betrieb der Anwendungen. Und daneben steht, was die Rechnung nicht zeigt.
Ab wann rechnet sich das?
Der Kreuzungspunkt zwischen Aufwand und Ersparnis lag bei etwa sieben Wochen. Wichtiger als diese Zahl ist die Regel dahinter: Getragen hat, was im eigenen Fachgebiet lag und auf jemanden traf, der auf das Ergebnis wartete. Fehlt eines von beidem, entsteht etwas, das aussieht wie eine Lösung.
Was gilt rechtlich?
Kapitel 6 nennt vier Punkte, die vor dem ersten Prompt geklärt sein müssen — Rechtsgrundlage, Geschäftszugang, Auftragsverarbeitungsvertrag, Verarbeitungsort. Dazu die Transparenzpflichten der KI-Verordnung, die seit dem 2. August 2026 gelten, und die Frage, wann der Betriebsrat mitzureden hat. Erfahrungsbericht, keine Rechtsberatung.
Für wen es geschrieben ist
Für den, der selbst anfangen will
Neben jeder Geschichte steht die Werkstatt mit den Handgriffen — was einzurichten ist, in welcher Reihenfolge, und wo die Fallen liegen.
Für den, der entscheiden muss
In den Kapiteln 5, 6 und 10 stehen die drei Fragen, auf die Ihnen jeder Anbieter in zwei Minuten antworten können sollte. Wenn nicht, wissen Sie genug.
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Einzelne Kapitel zum Nachlesen
Zwei Themen aus dem Buch stehen hier vollständig — ohne Formular, ohne Anmeldung.
Was kostet ein KI-Projekt im Mittelstand? →
560 Euro, 191 Stunden, 30 Vorhaben. Die vollständige Aufstellung aus Kapitel 14, mit vier Faustregeln für die eigene Planung.
KI-Verordnung: Was seit dem 2. August 2026 gilt →
Die Hochrisiko-Frist wurde fünf Tage vorher verschoben, die Transparenzpflichten nicht. Kapitel 6, auf den heutigen Stand gebracht.
Wer das geschrieben hat
Christian Zöllner berät seit über zwei Jahrzehnten mittelständische Unternehmen in Prozessen und Digitalisierung. Seit März 2026 baut er die Software selbst, über die er vorher beraten hat.